Der Atlantikwall

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Der Atlantikwall 2017-08-10T14:10:02+00:00

Neuer Aufschwung für den Befestigungsbau

Im Oktober 1934 wurde eine neue Regelung der Festungspionierorganisation aufgestellt. Durch eine Bauwerk-Typologie (Regelbau) und die genaue Planung der Bauwerke durch Regelbaupläne wurde eine effiziente Rationalisierung ermöglicht. Diese Vorgaben wurden bis 1945 angewandt.

In seiner Führerweisung Nr. 40 vom 23. März 1942 verlieh Hitler den Festungslinien einen neuen Elan. Die gesamte Westküste der besetzten Gebiete musste schnell befestigt werden. Der Umfang des Programms war so groß, dass sich die Organisation Todt und die Pioniertruppe diese Aufgabe teilten, insbesondere im Hinblick auf einfache Bauwerke. Es ging darum, die Küsten vom nördlichen Teil des besetzten Norwegens bis hin zur spanischen Grenze zu schützen. Während sich einige Bereiche nicht für eine hypothetische Landung feindlicher Truppen eigneten, waren andere Bereiche, beispielsweise die Bretagne, vorrangig zu befestigen.

Neuer Aufschwung für den Befestigungsbau

Im Oktober 1934 wurde eine neue Regelung der Festungspionierorganisation aufgestellt. Durch eine Bauwerk-Typologie (Regelbau) und die genaue Planung der Bauwerke durch Regelbaupläne wurde eine effiziente Rationalisierung ermöglicht. Diese Vorgaben wurden bis 1945 angewandt.

In seiner Führerweisung Nr. 40 vom 23. März 1942 verlieh Hitler den Festungslinien einen neuen Elan. Die gesamte Westküste der besetzten Gebiete musste schnell befestigt werden. Der Umfang des Programms war so groß, dass sich die Organisation Todt und die Pioniertruppe diese Aufgabe teilten, insbesondere im Hinblick auf einfache Bauwerke. Es ging darum, die Küsten vom nördlichen Teil des besetzten Norwegens bis hin zur spanischen Grenze zu schützen. Während sich einige Bereiche nicht für eine hypothetische Landung feindlicher Truppen eigneten, waren andere Bereiche, beispielsweise die Bretagne, vorrangig zu befestigen.

Eine riesengroße Baustelle mit methodischer Organisation

Der Atlantikwall, in Frankreich „Mur de l’Atlantique“ genannt, wurde vom Frühjahr 1942 bis zum Frühjahr 1944 von den Deutschen errichtet. Er maß eine Länge von ca. 4000 km und umfasste nahezu 15 000 Betonbauten. Ein solches Werk in so kurzer Zeit konnte nur durch eine methodische Organisation und eine strenge Standardisierung der Bauwerke realisiert werden. Die Pläne für die einzelnen Bunkerarten, die jeweils einer spezifischen Nutzung entsprachen, wurden in einem Verzeichnis der Verteidigungsbauten gesammelt. Jeder Bunkerart wurden verschiedene Zusammenstellungen von Plänen zugeordnet: Schalungspläne, Bewehrungspläne, Lüftungspläne, Elektroinstallationspläne usw. Angegeben wurden auch die benötigten Mengen an Sand, Zement, Kies, Stahl sowie die erforderliche Arbeitszeit für die verschiedenen Baumaßnahmen … Gleichermaßen wurden jede Ausstattung bzw. jedes Zubehör, das im Inneren installiert werden kann, reguliert und standardisiert: von der Panzertür bis hin zur Lüftungsöffnung.

Eine riesengroße Baustelle mit methodischer Organisation

Der Atlantikwall, in Frankreich „Mur de l’Atlantique“ genannt, wurde vom Frühjahr 1942 bis zum Frühjahr 1944 von den Deutschen errichtet. Er maß eine Länge von ca. 4000 km und umfasste nahezu 15 000 Betonbauten. Ein solches Werk in so kurzer Zeit konnte nur durch eine methodische Organisation und eine strenge Standardisierung der Bauwerke realisiert werden. Die Pläne für die einzelnen Bunkerarten, die jeweils einer spezifischen Nutzung entsprachen, wurden in einem Verzeichnis der Verteidigungsbauten gesammelt. Jeder Bunkerart wurden verschiedene Zusammenstellungen von Plänen zugeordnet: Schalungspläne, Bewehrungspläne, Lüftungspläne, Elektroinstallationspläne usw. Angegeben wurden auch die benötigten Mengen an Sand, Zement, Kies, Stahl sowie die erforderliche Arbeitszeit für die verschiedenen Baumaßnahmen … Gleichermaßen wurden jede Ausstattung bzw. jedes Zubehör, das im Inneren installiert werden kann, reguliert und standardisiert: von der Panzertür bis hin zur Lüftungsöffnung.

Die Organisation Todt

Die Logistik und die Verwaltung der Baustellen übernahm die Organisation Todt, eine staatliche Bauorganisation der Deutschen, die sich vor dem Krieg bereits um den Bau des deutschen Autobahnnetzes gekümmert und gegenüber der Maginot-Linie die Siegfried-Linie (auch Westwall genannt) errichtet hatte. In Frankreich hatte Todt die Aufgabe des Managements und der Koordinierung von Baustellen. Die beauftragten Unternehmen waren zwangsläufig deutsch und vergaben die Arbeiten im Unterauftrag an französische Hoch- und Tiefbauunternehmen. Zu den Arbeitern zählten Freiwillige und Angestellte der beauftragten oder verpflichteten Unternehmen, aber auch sehr viele Pflicht- und Zwangsarbeiter aller Nationalitäten. Ende Mai 1944 arbeiteten in Frankreich ca. 291 000 Menschen, freiwillig oder gezwungenermaßen, am Bau des Atlantikwalls.

Die Organisation Todt

Die Logistik und die Verwaltung der Baustellen übernahm die Organisation Todt, eine staatliche Bauorganisation der Deutschen, die sich vor dem Krieg bereits um den Bau des deutschen Autobahnnetzes gekümmert und gegenüber der Maginot-Linie die Siegfried-Linie (auch Westwall genannt) errichtet hatte. In Frankreich hatte Todt die Aufgabe des Managements und der Koordinierung von Baustellen. Die beauftragten Unternehmen waren zwangsläufig deutsch und vergaben die Arbeiten im Unterauftrag an französische Hoch- und Tiefbauunternehmen. Zu den Arbeitern zählten Freiwillige und Angestellte der beauftragten oder verpflichteten Unternehmen, aber auch sehr viele Pflicht- und Zwangsarbeiter aller Nationalitäten. Ende Mai 1944 arbeiteten in Frankreich ca. 291 000 Menschen, freiwillig oder gezwungenermaßen, am Bau des Atlantikwalls.